

Neuer Ablauf ab 1. Januar 2027. So bist du vorbereitet.
Du machst deinen Führerausweis 2027 oder später? Dann gilt für dich ein neuer Ablauf. Auf den 1. Januar 2027 wird die Fahrausbildung überarbeitet. Wir erklären dir, worauf du dich einstellen musst.
Vier Dinge ändern sich gleichzeitig. Die grösste Umstellung betrifft die Reihenfolge: Der Verkehrskundeunterricht muss abgeschlossen sein, bevor du zur Theorieprüfung antrittst.
Entscheidend ist, wann du deine Theorieprüfung ablegst. Alles, was bis und mit 31. Dezember 2026 läuft, folgt den heutigen Regeln. Ab dem 1. Januar 2027 gilt der neue Ablauf.
💡 Wenn deine Ausbildung über den Jahreswechsel läuft
Dann gibt es Übergangsregelungen. Kursteile, die du schon besucht hast, sollen angerechnet werden. Wie dein Kanton das handhabt, fragst du am besten direkt beim Strassenverkehrsamt nach. Oder du rufst uns an, wir helfen dir weiter: 031 539 10 65.
Sechs Schritte führen dich zum Führerausweis. Verändert haben sich die ersten drei. Ab Schritt vier bleibt alles wie bisher.
Zuerst reichst du beim Strassenverkehrsamt deines Wohnkantons das Gesuch für den Lernfahrausweis ein. Dazu erhältst du eine FABER-PIN. Diese Kennung sorgt dafür, dass deine Nachweise später automatisch beim richtigen Gesuch landen. Ab 2027 steht dieser Schritt neu ganz vorne.
Vier Dinge musst du abhaken, bevor du zur Theorieprüfung zugelassen wirst: den Nothilfekurs besuchen, einen Sehtest machen, ein Passfoto abgeben und den Verkehrskundeunterricht (VKU) absolvieren. Der VKU ist der neue Punkt auf dieser Liste, bisher kam er erst später.
Am Computer des Strassenverkehrsamts beantwortest du 55 Multiple-Choice-Fragen. Neben den Verkehrsregeln kommen neu auch Fragen aus dem VKU. Bestehst du, erhältst du den Lernfahrausweis.
Dieser Schritt gilt nur, wenn du den Motorradausweis willst. Nach Erhalt des Lernfahrausweises bleiben dir vier Monate für den obligatorischen Grundkurs. Dort übst du Manöver, Fahrzeugbeherrschung und typische Situationen im Verkehr. An der Umstellung 2027 ändert sich hier nichts.
Mit dem Lernfahrausweis darfst du auf die Strasse. Deine Fahrlehrperson zeigt dir, worauf es ankommt: beobachten, Spur und Tempo wählen, Abstand halten und im Verkehr richtig entscheiden. Ob du die Prüfung mit Automat oder Schaltgetriebe ablegst, entscheidest du selbst, fahren darfst du danach beides. In einer Probelektion siehst du, wo du stehst.
Zwischen den Fahrstunden lohnen sich private Lernfahrten. Sie festigen das Gelernte und bringen dir Routine. Fahre nur mit einer geeigneten Begleitperson und halte dich an die Regeln für Lernfahrten.
In der Prüfung zeigst du, dass du das Fahrzeug sicher beherrschst, die Regeln anwendest und Situationen richtig einschätzt. Bestehst du, erhältst du den Führerausweis auf Probe.
Den WAB-Kurs besuchst du innerhalb von zwölf Monaten nach der Prüfung. Wir empfehlen ihn nach rund sechs bis neun Monaten, wenn du schon ohne Begleitung unterwegs warst. Im Kurs schaust du dein eigenes Fahrverhalten an und lernst, Gefahren früher zu erkennen.
Die Probezeit dauert drei Jahre, in dieser Zeit gelten strengere Regeln für dich. Läuft sie ohne Zwischenfälle ab und hast du den WAB-Kurs gemacht, erhältst du den unbefristeten Führerausweis.
Die gute Nachricht: Bis dahin ist es ein weiter Weg. Wer nach einem Fehlversuch gezielt an den eigenen Schwächen arbeitet, besteht in den allermeisten Fällen beim zweiten oder dritten Antritt.
Alle Schritte im Überblick
Vom Nothelferkurs bis zum WAB findest du jeden Schritt mit dem passenden Angebot von BLINK auf unserer Übersichtsseite.
Der Verkehrskundeunterricht bereitet dich auf heikle Situationen im Strassenverkehr vor. Bisher hast du den Kurs erst besucht, als du schon fahren durftest. Ab 2027 kommt der VKU vor die Theorieprüfung und vor die erste Fahrstunde. So startest du mit mehr Wissen in beides.
Gleichzeitig wird der Kurs selbst überarbeitet. Es ist die erste grössere Revision seit rund 30 Jahren.
Thema | Bis Ende 2026 | Ab 1. Januar 2027 |
|---|---|---|
Zeitpunkt | Nach der Theorieprüfung | Vor der Theorieprüfung |
Gesamtdauer | 8 Stunden | 8 Stunden, unverändert |
Aufteilung | 2 Abende zu 4 Stunden | 4 Blöcke zu 2 Stunden |
Lernfahrausweis nötig | Ja | Nein |
Prüfungsrelevant | Nein | Ja, es kommen Fragen in die Theorieprüfung |
Moderne Autos bremsen mit, halten die Spur und übernehmen einen Teil der Arbeit. Genau darum geht es im überarbeiteten VKU. Du lernst, was diese Systeme leisten, wo sie an ihre Grenzen kommen und weshalb die Verantwortung trotzdem bei dir bleibt. Dazu kommen die bekannten Themen rund um Gefahrenerkennung, Ablenkung, Recht und energieeffizientes Fahren.
💡 Gut zu wissen
Nach heutigem Stand ist Block 1 der Einstieg, die Blöcke 2 bis 4 kannst du in beliebiger Reihenfolge belegen. Die definitiven Vorgaben kommen von den Behörden. Die offiziellen Angaben zur Umstellung findest du auf fuehrerausweise.ch. Wir halten diesen Artikel aktuell, sobald alle Details feststehen.
Neu hast du den VKU schon hinter dir, wenn du zur Theorieprüfung antrittst. Deshalb dürfen die Kursinhalte jetzt auch geprüft werden: Die Theorieprüfung wächst von 50 auf 55 Fragen. Die zusätzlichen Fragen verteilen sich auf vier Themengebiete:
Unfallgeschehen und Gefahrenerkennung. Wie Unfälle entstehen und woran du eine Gefahr früh erkennst.
Fahreignung, Fahrfähigkeit und Ablenkung. Müdigkeit, Medikamente und das Handy am Steuer.
Rechtliche Grundlagen und Fahrausbildung. Was für dich als Neulenkerin oder Neulenker gilt.
Umwelt und Energieeffizienz. Vorausschauend fahren und Sprit sparen.
Dahinter steht ein überarbeiteter Kompetenzenkatalog für die Basistheorie. Er ist die Grundlage für den offiziellen Fragenkatalog der asa und damit für alle Lern-Apps. Veröffentlicht wird er im September auf asa.ch. Achte beim Üben also darauf, dass deine App schon auf dem neuen Stand ist. Hilfreich ist auch ein Blick auf die häufigsten Fehler in der Theorieprüfung.
🎯 Wird die Prüfung schwieriger?
Es kommen mehr Themen dazu, schwerer wird sie deswegen nicht automatisch. Die neuen Fragen stammen aus dem VKU, den du kurz zuvor besucht hast. Wer dort aufmerksam mitmacht und danach regelmässig übt, ist gut aufgestellt.
Zwei Nachweise musst du ab 2027 nicht mehr selbst einreichen. Bisher hast du dem Gesuch Kopien beigelegt: das Nothilfe-Zertifikat und die Bestätigung des Sehtests. Neu tragen Kursanbieter und Optiker die Ergebnisse digital ein und schicken sie direkt ans Strassenverkehrsamt.
Damit die Meldungen beim richtigen Gesuch ankommen, brauchst du die FABER-PIN. Du erhältst sie mit dem Gesuch und gibst sie im Nothelferkurs sowie beim Sehtest an. Für dich heisst das: Das Gesuch steht ab 2027 ganz am Anfang, erst danach buchst du Kurse und Sehtest.
Wie du den Lernfahrausweis online beantragst, erklären wir dir Schritt für Schritt.
Vier Punkte: Der Verkehrskundeunterricht muss neu abgeschlossen sein, bevor du zur Theorieprüfung antrittst. Die Prüfung hat 55 statt 50 Fragen, darunter neue aus dem VKU. Nothilfekurs und Sehtest werden digital erfasst und gehen direkt ans Strassenverkehrsamt. Ausserdem wird der offizielle Fragenkatalog für die Basistheorie überarbeitet.
Ja. Der VKU zählt ab 1. Januar 2027 zu den Voraussetzungen für die Theorieprüfung. Ohne abgeschlossenen Kurs wirst du nicht zur Prüfung zugelassen. Bis Ende 2026 gilt die umgekehrte Reihenfolge: erst die Prüfung und der Lernfahrausweis, dann der VKU.
55 Fragen. Bis Ende 2026 sind es 50. Die fünf zusätzlichen Fragen kommen aus dem Verkehrskundeunterricht, etwa zu Gefahrenerkennung, Ablenkung am Steuer, rechtlichen Grundlagen und energieeffizientem Fahren.
Es kommen mehr Themen dazu, schwieriger wird die Prüfung deswegen nicht automatisch. Die zusätzlichen Fragen stammen aus dem VKU, den du kurz vorher besucht hast. Wichtig ist, dass du mit einer Lern-App übst, die den aktualisierten Fragenkatalog enthält.
Die FABER-PIN erhältst du vom Strassenverkehrsamt, sobald du den Lernfahrausweis beantragt hast. Du gibst sie beim Nothilfekurs und beim Sehtest an. So landen deine digitalen Nachweise beim richtigen Gesuch.
Nein. Den Lernfahrausweis erhältst du erst nach bestandener Theorieprüfung, und die kommt ab 2027 nach dem VKU. Für den Kurs reicht das eingereichte Gesuch mit der FABER-PIN.
Wer die Theorieprüfung bis Ende 2026 besteht, macht den VKU wie gewohnt danach. Läuft deine Ausbildung über den Jahreswechsel, gibt es Übergangsregelungen. Frag bei deinem kantonalen Strassenverkehrsamt nach oder melde dich bei uns.
Was du jetzt tun kannst
Du schaffst die Theorieprüfung noch 2026? Dann läuft alles wie gewohnt, der VKU kommt danach.
Du startest ab 2027? Reiche zuerst das Gesuch ein, erledige dann Nothilfekurs, Sehtest und VKU und melde dich erst danach zur Theorieprüfung an.
Läuft deine Ausbildung über den Jahreswechsel? Frag bei deinem Strassenverkehrsamt nach, welche Kursteile angerechnet werden.
Der VKU steht ab 2027 am Anfang
Bei BLINK absolvierst du den Verkehrskundeunterricht an einem Standort in deiner Nähe. Ab 1. Januar 2027 gilt: Der VKU muss vor der Theorieprüfung abgeschlossen sein.