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Fahrprüfung Schweiz - Fahrschüler:in bei der praktischen Prüfung

Tipps für die praktische Autoprüfung

So bestehst du die Fahrprüfung in der Schweiz

Es ist ganz normal, dass man vor der praktischen Fahrprüfung nervös ist. Natürlich kann immer mal etwas schieflaufen und es gehört auch ein bisschen Glück dazu. Aber: Mit der richtigen Vorbereitung kannst du deine Chancen auf ein erfolgreiches Bestehen der praktischen Autoprüfung in der Schweiz deutlich erhöhen.

Die Fahrprüfung in der Schweiz ist der letzte grosse Schritt auf dem Weg zum Führerschein. Jedes Jahr treten rund 100'000 Fahrschüler:innen zur praktischen Autoprüfung an, und mit den richtigen Tipps für die Autoprüfung kannst auch du dazugehören. In diesem Artikel erfährst du, wie du dich optimal vorbereitest, welche Fehler du vermeiden solltest und was passiert, wenn es beim ersten Mal nicht klappt.

Auf einen Blick: Die praktische Fahrprüfung in der Schweiz

Beginn WAB Kurs
Dauer
Ca. 45 Minuten, davon 30–35 Min. Fahrzeit
Geld
Kosten
120 bis 160 CHF (je nach Kanton)
Bestehensquote
Bestehensquote
Schweizweit bestehen ca. 70 % beim ersten Versuch.
Wiederholung der Prüfung
Wiederholung
Jederzeit möglich; nach 3x mit Auflagen.

Melde dich nicht zu früh an

Einer der wichtigsten Tipps für die praktische Autoprüfung: Melde dich erst an, wenn du und dein:e Fahrlehrer:in beide überzeugt seid, dass du prüfungsreif bist. Es bringt nichts, die Prüfung zu überstürzen. Im Gegenteil: Wer zu früh antritt, hat schlechtere Chancen und riskiert unnötigen Frust.

Wenn du unsicher bist, hole dir ruhig eine Zweitmeinung. Bei BLINK kannst du zum Beispiel eine Lektion mit einer anderen Fahrlehrer:in buchen, um eine unabhängige Einschätzung zu erhalten. Finde eine Fahrschule in deiner Nähe und buche eine Probelektion.

Vorbereitung ist alles

Lass dir am Tag vor der Prüfung genügend Freiraum. Packe deinen Zeitplan nicht zu voll und vermeide Stress. So kannst du dich voll und ganz auf die Prüfung konzentrieren.

Vergiss nicht, am Abend vorher alles zusammenzulegen, was du brauchst. Hier ist deine Checkliste:

Lernfahrausweis (gültig)

Identitätskarte oder Pass

Prüfungseinladung

Sehhilfe (Brille oder Kontaktlinsen, falls vorgeschrieben)

Bequeme Kleidung tragen

Das klingt banal, ist aber ein oft unterschätzter Tipp: Trage bequeme Kleidung, die nicht einengt. Enge Jeans oder steife Schuhe können dich beim Fahren einschränken. Wähle Schuhe mit flacher Sohle, damit du die Pedale gut spürst. Ziehe mehrere Schichten an, damit du dich an die Temperatur im Auto anpassen kannst.

Sorge für einen guten Start

Mache dich im Vorfeld mit der Umgebung rund um das Strassenverkehrsamt vertraut. Am besten fährst du mit deiner Fahrlehrer:in einige Male durch die umliegenden Strassen. So kennst du die kniffligen Stellen bereits: Kreuzungen, enge Ausfahrten, unübersichtliche Einmündungen. Je vertrauter dir das Gebiet ist, desto sicherer fühlst du dich am Prüfungstag.

💡 Tipp von BLINK

Notiere dir schwierige Stellen in der Nähe des Strassenverkehrsamts und übe diese gezielt in den letzten Fahrstunden vor der Prüfung. Deine Fahrlehrperson kennt die typischen Prüfungsstrecken und kann dir genau sagen, worauf es ankommt.

Lass dich nicht verunsichern

Es kursieren viele Gerüchte rund um die praktische Fahrprüfung. Das bekannteste: «Die Prüfer:innen haben eine monatliche Durchfallquote.» Das ist schlicht falsch. Du wirst objektiv nach klaren Kriterien bewertet. Die Prüfer:innen haben kein Interesse daran, dich durchfallen zu lassen.

Was viele nicht wissen: Du darfst der Prüfer:in während der Prüfung Fragen stellen. Wenn du eine Anweisung nicht verstanden hast, frag einfach nach. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern zeigt, dass du verantwortungsvoll fährst.

Bleib ruhig & positiv

Versuche, die Prüfung als ganz normale Fahrstunde zu betrachten. Du hast geübt, du weisst, was du tust. Denke daran: Jedes Jahr bestehen rund 100'000 Fahrschüler:innen in der Schweiz die praktische Prüfung. Wenn die das können, kannst du das auch.

Übrigens: Selbst berühmte Persönlichkeiten wie Oprah Winfrey, Harrison Ford und Lewis Hamilton sind bei ihrer ersten Fahrprüfung durchgefallen. Du bist also in bester Gesellschaft, egal wie es ausgeht.

💡 Atemtechnik
Atme vor der Prüfung 5 Mal tief ein (4 Sek.) und langsam aus (6 Sek.). Das beruhigt dein Nervensystem nachweislich.
✅ Positiv denken
Sag dir: «Ich habe das geübt, ich kann das.» Visualisiere eine erfolgreiche Prüfungsfahrt statt möglicher Fehler.

Ablauf der praktischen Prüfung

Wie läuft die Fahrprüfung in der Schweiz eigentlich genau ab? Wenn du weisst, was dich erwartet, nimmt das viel von der Nervosität. Hier der typische Ablauf Schritt für Schritt:

eLearning - Teil 1
Begrüssung und Dokumentenkontrolle
Du triffst die Prüfungsperson beim Strassenverkehrsamt. Sie kontrolliert deinen Lernfahrausweis und deine Identitätskarte. Die Atmosphäre ist freundlich, niemand will dir Angst machen.
Praktische Übungen im Nothelferkurs - Teil 2
Fahrzeugkontrolle
Eventuell wirst du gebeten, einige Kontrollpunkte am Fahrzeug zu zeigen: Licht, Blinker, Scheibenwischer, Reifenprofil oder Flüssigkeitsstände. Ob du mit Automat oder geschalten antrittst, spielt für die Fahrzeugkontrolle keine Rolle. Das ist nicht immer der Fall, aber es schadet nicht, vorbereitet zu sein.
Schritt 3
Fahrmanöver
Du absolvierst 1–2 Manöver, zum Beispiel rückwärts einparkieren, wenden in einer engen Strasse oder eine Bergfahrt mit Anfahren am Berg.
Schritt 4
Fahrt im Strassenverkehr (30–35 Min.)
Der Hauptteil: Du fährst selbstständig im normalen Verkehr. Die Prüfer:in gibt dir Anweisungen wie «an der nächsten Kreuzung rechts abbiegen» oder «bitte folge der Hauptstrasse». Es wird auf verschiedenen Strassentypen gefahren: Innerorts, Ausserorts, eventuell Autobahn.
Nachbesprechung und Ergebnis
Nach der Fahrt bespricht die Prüfer:in dein Ergebnis direkt mit dir. Du erfährst sofort, ob du bestanden hast. Bei bestandener Prüfung erhältst du eine Bestätigung, mit der du deinen Führerausweis beantragen kannst.

⚠️ Wichtig zu wissen

Die Prüfungsperson ist nicht dein Feind. Sie achtet darauf, ob du dich sicher im Strassenverkehr bewegst. Ein einzelner kleiner Fehler führt nicht gleich zum Durchfallen, aber ein Verhalten, das andere gefährdet, schon.

Häufige Fehler bei der Fahrprüfung

Wer die typischen Fehler kennt, kann sie gezielt vermeiden. Die Fahrprüfung nicht bestanden? Das liegt meistens an einem dieser Gründe:

Mangelnde Verkehrsbeobachtung
Schulterblick vergessen, Spiegel nicht kontrolliert, Fussgänger auf dem Trottoir übersehen. Geprüft wird ganz genau deine Blicktechnik. Tipp: Mache den Schulterblick bewusst sichtbar und drehe den Kopf deutlich.
Vortrittsregeln missachtet
Rechtsvortritt übersehen, Fussgänger am Fussgängerstreifen nicht den Vortritt gelassen, falsche Einordnung im Kreisel. Dieser Fehler gilt als besonders schwerwiegend, weil er andere direkt gefährdet.
Falsche Geschwindigkeitsanpassung
Zu schnell in 30er-Zonen, zu langsam auf der Hauptstrasse, Geschwindigkeit bei schlechter Sicht nicht angepasst. Die Prüfer:innen erwarten, dass du die Geschwindigkeit den Verhältnissen anpasst, nicht nur dem Tempolimit.
Unsicheres Manövrieren
Zu viele Korrekturen beim Einparkieren, Bordstein berührt, nicht richtig eingespurt beim Abbiegen. Hier hilft nur üben, üben, üben, am besten auch ausserhalb der Fahrstunden bei private Übungsfahrten.
Nervöses, unsicheres Fahrverhalten
Zu zögerlich an Kreuzungen, Motor abgewürgt, Lenkrad verkrampft. Die Prüfer:innen merken sofort, ob du routiniert fährst oder unsicher bist. Denk daran: Fahre genauso wie in deinen letzten Fahrstunden.

💡 Worauf es bei der praktischen Prüfung wirklich ankommt

Erwartet wird keine perfekte Fahrt. Wichtig ist, dass du den Verkehr lesen kannst, vorausschauend fährst und sicher reagierst. Ein leichtes Überfahren der Linie beim Einparkieren ist kein Drama, eine verpasste rote Ampel oder ein übersehener Fussgängerstreifen aber schon.

Durchgefallen — was nun?

Du bist bei der Autoprüfung durchgefallen, was nun? Diese Frage stellen sich mehr Fahrschüler:innen, als du denkst. Rund 30 % bestehen die praktische Fahrprüfung beim ersten Versuch nicht. Durchfallen ist also kein Weltuntergang, sondern eine Erfahrung, die dich stärker macht.

So geht es nach dem Durchfallen weiter

  • Du kannst die Prüfung jederzeit wiederholen. Es gibt keine Wartefrist

  • Die Prüfungsgebühr musst du allerdings erneut bezahlen

  • Besprich mit deiner Fahrlehrer:in, woran es gelegen hat, und nimm gezielt weitere Fahrstunden

  • Nach dem dritten Nichtbestehen verlangen viele Kantone eine schriftliche Bestätigung der Fahrschule, dass du prüfungsreif bist

  • Danach kann eine verkehrspsychologische Abklärung verlangt werden

⚠️ Kein Grund zur Panik

Viele erfolgreiche Autofahrer haben die Prüfung nicht beim ersten Mal bestanden. Nutze den Rückschlag als Motivation. Oft reichen 3–5 zusätzliche Fahrstunden, um die Schwachstellen gezielt zu beheben. Deine Fahrlehrperson weiss genau, woran ihr arbeiten müsst. Vergiss auch nicht, den VKU Kurs rechtzeitig zu absolvieren, falls du das noch nicht gemacht hast.

Wenn dich vor allem die Nervosität blockiert, schau dir unseren Artikel zum Thema Prüfungsangst an. Dort findest du konkrete Strategien, um mit dem Druck besser umzugehen. Ausserdem bieten wir auch ein Online-Coaching für Personen mit Fahr- und Prüfungsangst an.

Kosten der Fahrprüfung

Die Prüfungsgebühr für die praktische Autoprüfung in der Schweiz variiert je nach Kanton und liegt zwischen 120 CHF und 160 CHF. Die Kosten seitens Strassenverkehrsamt (STVA) werden dir vom STVA nach der Prüfung separat in Rechnung gestellt. Dazu kommen die Kosten für die letzte Fahrstunde vor der Prüfung (45 Minuten Einfahren) und der Gebrauch des Fahrschulautos während der Prüfung. Das kostet pauschal je nach Standort ca. 230 CHF.

Bei einem Nichtbestehen musst du die Prüfungsgebühr für jeden weiteren Versuch erneut bezahlen. Deshalb lohnt es sich, gut vorbereitet anzutreten.

Eine detaillierte Übersicht über alle Kosten (von den Fahrstunden über den Nothelferkurs bis zur Prüfungsgebühr) findest du in unserem Artikel Führerschein Kosten in der Schweiz.

Viel Erfolg bei der Autoprüfung!

Wir von BLINK drücken dir die Daumen! BLINK ist in über 50 Städten in der Schweiz für dich da, mit modernen Fahrlehrer:innen, die dich optimal auf die praktische Prüfung vorbereiten. Egal ob du in Zürich, Bern, Basel oder Luzern deine Fahrprüfung ablegst: Bei BLINK findest du die passende Fahrlehrer:in in deiner Nähe.

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[Häufige Fragen] zur praktischen Autoprüfung

Deine Prüfungstipps auf einen Blick

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

✅ Melde dich erst an, wenn du und dein:e Fahrlehrer:in beide prüfungsreif einschätzen.

✅ Übe die Strassen rund ums Strassenverkehrsamt und typische Prüfungsstrecken.

✅ Bereite alles vor: Lernfahrausweis, ID, Prüfungseinladung, Sehhilfe.

✅ Bleib ruhig und sieh die Prüfung als normale Fahrstunde.

⚠️ Durchfallen ist kein Drama: Du kannst die Prüfung jederzeit wiederholen.

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